Der Verzehr von surströmming ist die ultimative Mutprobe für hartgesottene Schwedenfans!
Am dritten Donnerstag im August ist Surströmmingspremiere, dann beginnt der Verkauf der nordschwedischen Stinkefisch-Spezialität. Wer sich dann in Schwedens Norden befindet, hat keine Ausrede mehr. 😊
Surströmming (wörtlich Sauerhering) ist vergorener Hering. Neben dem Pökeln oder Trocknen war das Fermentieren – ähnlich wie bei Sauerkraut – eine Methode, die früher häufiger angewandt wurde, um Fisch haltbar zu machen.
Heute wird der Hering gesalzen und zunächst in Fässern gelagert, bevor er zur weiteren Gärung in Dosen abgefüllt wird. Dabei entwickelt er unter anderem Buttersäure und Essigsäure, die für den wirklich sehr intensiven Geruch sorgen.
Für Sprachnerds: Hering wird in Schweden üblicherweise als sill bezeichnet, strömming ist Hering, der in der Ostsee nördlich von Kalmar gefangen wird.
Surströmming gibt es in Form von Filets (filéer) oder ganzen Fischen (hela), die Filets sind verbraucherfreundlicher.
Mein Tipp: Die ausgebeulten Dosen sollte man wegen des absolut unglaublichen Geruchs und der Gefahr von Spritzern vorsichtshalber im Freien öffnen. Ich spreche aus Erfahrung …
Zutaten
svenska
1 burk surströmming
mjukt tunnbröd
rödlök
gräddfil
kokt mandelpotatis
smör
deutsch
1 Dose surströmming
weiches tunnbröd (oder ein dünnes Fladenbrot)
rote Zwiebeln
saure Sahne
gekochte kleine Mandelkartoffeln
Butter
So geht’s
Surströmming wird meist als klämma gegessen. Auf einem gebutterten tunnbröd richtet man Kartoffelscheiben, saure Sahne, Zwiebelstücke und (nicht zu viel) surströmming an.
Dann wird das Ganze zusammengeklappt oder gerollt und verspeist. Dazu trinkt man Milch, Bier oder Schnaps.
Auf Flügen von British Airways und Air France ist der Transport von Dosen mit surströmming übrigens wegen der Explosionsgefahr verboten! 😂
Na dann,
