Schwedischer Apfelstreusel mit Boden

Unser Apfelbaum biegt sich unter den reifen Früchten, daher mache ich im Oktober eine ganze Rezeptreihe zu schwedischen Apfelrezepten.

Nach den leckeren Zimtschnecken mit Apfel und Marzipan präsentiere ich nun den gemütlichen Apfelstreusel. Perfekt für etwas kühlere Tage im Oktober.

Falls du dich wunderst, warum da in der Überschrift „mit Boden“ steht: In Schweden wird diese Art von Kuchen oft ohne Boden gebacken. Einfach Apfelstücke mit Zucker und Zimt in eine Ofenform geben, Teigstreusel drüber, backen, fertig. Schnell, einfach und sehr lecker. Für Besuch finde ich die hier beschriebene Variante mit Boden und Rand aber schöner.

Durch Zutaten wie Rapsöl, Haferflocken, Zimt und etwas Kardamom (und natürlich viele Äpfel) schmeckt der Kuchen typisch schwedisch.

Ich esse ihn am liebsten noch lauwarm, dann kommt der leckere Gegensatz zwischen dem knusprigen Teig und den weichen, würzigen Äpfeln besonders gut heraus.

So, los geht’s! 🙂


(wie immer die Zutaten erst auf Schwedisch, dann auf Deutsch)

Svenska

Deg:

5 dl vetemjöl med fullkorn

2 tsk bakpulver

1,5 dl havregryn

knappt 2 dl rapsolja

1 dl socker

1 ägg

Fyllning:

1 kg äpplen

1 tsk kanel

3/4 dl socker

1 1/2 dl russin

lite citronsaft (2 msk)

2 msk maizena

Deutsch

Teig:

150 g Weizenmehl und
150 g Weizenvollkornmehl

2 TL Backpulver

ca. 50 g Haferflocken (eher fein als grob)

knapp 200 ml Rapsöl

80 g Zucker

1 Ei

Füllung:

1 kg Äpfel (gerne eine etwas säuerliche Sorte)

1 TL Zimt

50 g Zucker

90 g Rosinen

etwas Zitronensaft (ca. 2 EL)

2 EL Speisestärke

Anmerkung: Wer kein Weizenvollkornmehl hat, nimmt nur Weizenmehl (Gesamt-Mehlmenge dann ganz leicht erhöhen). Wer nur Weizenvollkornmehl hat, nimmt nur das (Gesamt-Mehlmenge dann etwas reduzieren, sonst wird der Teig zu trocken).


1. Teig zubereiten

    Die trockenen Zutaten für den Teig miteinander vermischen, dann Rapsöl und Ei zugeben und gut verkneten. Eventuell einen kleinen Schluck kaltes Wasser zum Teig geben, damit er besser zusammenhält.

    2. Boden in die Form

    Den Boden einer Springform mit Backpapier belegen, dabei ein Stück unten aus dem Rand herausstehen lassen. (Daran kann man den Kuchen später einfach vom Blech ziehen.) Einen Teil des Teiges auf etwas Mehl auf der Arbeitsfläche 1/2 cm dick ausrollen und den Boden der Form damit belegen.

    Ich schaffe es übrigens nie, ein einziges großes Stück auszurollen und unfallfrei aufs Blech zu transportieren. Mein Boden ist immer aus mehreren Teilen „zusammengeklebt“. Das tut dem Geschmack aber keinen Abbruch! 😉

    3. Rand in die Form, Ofen vorheizen

    Vom Rest des Teiges ca. 2/3 für den Rand verwenden, 1/3 für die Streusel beiseite legen.

    Aus dem Teig für den Rand mehrere dünne Würste formen, diese flachdrücken und als Rand (ca. 2 cm hoch) in die Form „kleben“. Hier muss kein Backpapier dazwischen sein. Den Rand unten vorsichtig mit dem Boden zusammendrücken. Die obere Kante des Randes ein wenig mit dem Finger herunterdrücken. (Wenn sie zu dünn ist, brennt sie leicht an.)

    Mit einer Gabel Löcher in den Boden piksen und die Kuchenform mit dem Teig in den Kühlschrank stellen.

    Den Backofen auf 190 Grad einschalten.

    4. Füllung zubereiten

    Die Füllung zubereiten: Die Äpfel schälen und entkernen, dann in kleine Stücke schneiden. (Meine sind ganz ungefähr so groß wie Spielwürfel.)

    Die Apfelstücke in einem Topf mit dem Zucker vermischen und erwärmen. Ca. 5 Minuten fast köcheln lassen. Dabei bildet sich Saft.

    Den Saft vorsichtig abgießen und die Apfelstücke mit Zimt, Rosinen und Zitrone vermischen, am Schluss die Speisestärke unterrühren.

    5. Füllung in Form, Streusel drauf, backen

    Die Form aus dem Kühlschrank holen und die Füllung hineingeben. Mit dem Löffel etwas glätten.

    Den restlichen Teig zwischen den flachen Händen zerkrümeln und die Krümel auf den Kuchen geben.

    Auf mittlerer Schiene im Backofen ca. 40 Minuten backen. Etwas nachwärmen lassen.

    6. Genießen

    Am besten noch lauwarm mit einer guten Tasse Kaffee oder Tee.

    In Schweden isst man zu dieser Art Kuchen gerne Vanillesoße (vaniljsås). Die gibt es in schwedischen Supermärkten fertig zu kaufen, im Herbst stehen die Päckchen oft direkt neben den Äpfeln.

    Selbst esse ich den Kuchen lieber pur oder mit ungesüßter Schlagsahne, damit der Apfelgeschmack nicht überdeckt wird.

    Schreibe mir gerne in den Kommentaren, ob dir der Kuchen schmeckt. (Und natürlich auch, falls etwas unklar ist oder sich ein Fehler eingeschlichen hat.)


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    Wer schreibt hier?

    Schwedisch-Unterricht online in kleinen Gruppen.

    Christina ist Sprachlehrerin und Übersetzerin (sv-de, fr-de), Mitglied im schwedischen Fachübersetzerverband und Didaktik-Fan.

    Auf einfachschwedisch.de erklärt sie die schwedische Sprache und teilt die leckersten Rezepte aus dem Land der Elche.

    Außerdem bietet sie Schwedisch-Onlinekurse an: live von Mensch zu Mensch, mit Spaß, klarer Struktur und deutlichen Fortschritten.

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